Hochbeet und Pflanzgefäss

Ein Gemüsegarten kann problemlos auch im Hochbeet oder Pflanzgefäss auf dem Balkon, Sitzplatz oder der Dachterrasse angelegt werden. Dabei kann Gemüse entweder ausgesät oder angepflanzt werden. Besondere Beachtung gilt im Planungsprozess der Statik oder allfälligen Vorgaben des Vermieters, besonders wenn grossvolumige Pflanzgefässe eingesetzt werden.

Hochbeete
Hochbeet Diana Sager Gartengalerie AG

Systemempfehlung und Produkte

Erden Tipp: Um die ausgelaugte Erde im Hochbeet oder Pflanzgefäss wieder mit Nährstoffen zu versorgen, kann im zweiten Jahr Gartenkompost, Gartenhumus oder Fumor in die vorhandene Erde gemischt werden. Etwa alle drei Jahre sollte die Erde komplett ausgetauscht werden. 

Drainage


In das Gefäss eine Drainageschicht von ca. 1/3 der Gesamthöhe einfüllen. Gutes Drainagematerial ist leicht, strukturstabil und verhindert das Anstauen von Wasser im Gefäss. Ausserdem wird das Einnisten von Mäusen verhindert.

Passende RICOTER Produkte:


Als organisches Drainagematerial können Holzschnitzel aus Schweizer Nadelholz verwendet werden. Im Gegensatz zu mineralischen Drainagematerialien sind Holzschnitzel weniger langlebig und müssen bei beginnender Zersetzung ausgetauscht werden. Das Produkt steht auf der FiBL Liste und ist für den biologischen Landbau zugelassen. 


Blähton Drainage zeichnet sich durch seine hohe Strukturstabilität und das gute Wasserrückhaltevermögen aus. In Hochbeeten und Pflanzgefässen kann dieses mineralische Material längerfristig seine Funktion erfüllen. Blähton Drainage steht auf der FiBL Liste und ist für den biologischen Landbau zugelassen.

Trennschicht (Trenn- oder Filtervlies)

Die Trennschicht verhindert das Auswaschen von Feinteilen aus dem Substrat in die Drainageschicht. Im Bauhandel bzw. Fachhandel sind feinmaschige Trenngewebe erhältlich.

Nährmedium


In das Gefäss eine Kompostschicht von ca. 1/3 der Gesamthöhe einfüllen. Der nährstoffreiche Gartenkompost bzw. Gartenhumus verbessert die Fruchtbarkeit und steigert den Ertrag.

Passende RICOTER Produkte:


Gartenkompost versorgt das Hochbeet mit wertvollen Nährstoffen und sorgt dadurch für optimales Pflanzenwachstum. Durch die mehrmonatige Heisskompostierung ist der Gartenkompost frei von Schädlingen und Unkrautsamen. Gartenkompost ist mit der Hilfsstoffknospe ausgezeichnet und für den biologischen Landbau zugelassen.



Mit Gartenhumus werden nicht nur die Pflanzen im Hochbeet mit Nährstoffen versorgt, sondern dank dem Anteil an Schweizer Landerde auch der Humusgehalt erhöht. Humus zeichnet sich durch positive Eigenschaften wie die Speicherung von Wasser oder die Durchlüftung des Bodens aus. Gartenhumus steht auf der FiBL Liste und ist für den biologischen Landbau zugelassen. 


Fumor besteht aus kompostiertem Mist und Gartenkompost und ist deshalb reich an Nährstoffen. Die organischen Rohstoffe beleben den Boden nachhaltig und fördern das Bodenleben. Die lockere und krümelige Struktur von Fumor sorgt zudem für einen verbesserten Wasser- und Lufthaushalt im Hochbeet.

Substrat


In das Gefäss eine Substratschicht von ca. 1/3 der Gesamthöhe einfüllen. Je nach Art der Bepflanzung können die entsprechenden RICOTER Spezialerden verwendet werden.

Passende RICOTER Produkte:


Für den Anbau von Essbarem im Hochbeet bietet die vegane Balkon- und Hochbeeterde beste Voraussetzungen. Die darin enthaltene Pflanzenkohle verbessert nicht nur den Wasser- und Nährstoffhaushalt, sondern bindet auch Kohlenstoffdioxid und macht die Erde dadurch CO2-clean.


Speziell für den Anbau von Gemüse im Hochbeet eignet sich die Gemüseerde. Auch hier gilt das Credo: was wir essen, wird vegan angebaut. Die Rezeptur ist klimaschonend und verzichtet nicht nur auf Torf, sondern auch auf den Torfersatzstoff Kokos.


An die Bedürfnisse von Blumen und Gemüse angepasst, bietet Blumen- und Gemüseerde die ideale Grundlage für eine Mischkultur im Hochbeet oder Pflanzgefäss. Die Blumen- und Gemüseerde ist mit der Hilfsstoffknospe ausgezeichnet und für den biologischen Landbau zugelassen.


Viele Kräuter zählen zu den Schwachzehrern und brauchen daher eine mässig nährstoffreiche Erde. Kräutererde schafft ideale Voraussetzungen für gutes Gedeihen der Kräuter und kann auch für die Aussaat von Kräutern verwendet werden. Die Kräuterede ist mit der Hilfsstoffknospe ausgezeichnet und für den biologischen Landbau zugelassen.


Speziell an die Bedürfnisse von Beeren angepasst bietet die vegane Beerenerde eine gesunde Grundlage für gutes Gedeihen der Beerenpflanzen im Hochbeet oder Pflanzgefäss. Die Beerenerde ist mit der Hilfsstoffknospe ausgezeichnet und für den biologischen Landbau zugelassen.


Für grosse Schichtstärken im Hochbeet oder Pflanzgefäss empfiehlt sich die Verwendung von Trogerde. Die mineralischen Komponenten machen das Substrat strukturstabil und volumenbeständig. Die Schweizer Landerde dient als Wasserspeicher, was sich besonders in den heissen und trockenen Sommermonaten als Vorteil erweist.

Mulchschicht


Eine Mulchschicht von 2 bis 6 cm auf der Substratoberfläche verhindert das Aufkommen von unerwünschten Beikräutern und reguliert den Wasserhaushalt.

Passendes RICOTER Produkt:


Schilf-Mulch ist ein reines Naturprodukt und verleiht dem Hochbeet ein natürliches Aussehen. Wenn die Erdoberfläche abgedeckt ist, wird weniger Wasser verdunstet, die Erde unter der Mulchschicht bleibt weich und krümelig und die Bodenwärme kann besser gespeichert werden. Schilf-Mulch steht auf der FiBL Liste und ist für den biologischen Landbau zugelassen.

Anbautipps

Mischkultur Hochbeet
Mischkultur Hochbeet

Da der Platz in Hochbeeten und Pflanzgefässen begrenzt ist, bietet sich eine Mischkultur an. Der Anbau von verschiedenen Gemüsesorten sorgt für einen vielfältigen Ertrag auf kleiner Fläche und neben Essbarem können auch Hingucker fürs Auge angebaut werden. Die passenden blumigen Pflanznachbarn bringen zahlreiche Vorteile, indem diese bei Gemüse beispielsweise für die Anlockung von Bestäubern sorgen oder Schädlinge fernhalten.


Grundsätze der Mischkultur bei Gemüse:

  • Tiefwurzler zusammen mit Flachwurzlern anbauen, sodass der Wurzelraum optimal ausgenutzt werden kann.
  • Schnellwachsendes Gemüse (Salat, Gartenkresse, Spinat, Radieschen) und langsam wachsendens Gemüse (Kohl, Gurken, Tomaten, Karotten) kombinieren.
  • Ende des Sommers auftretende Lücken im Hochbeet mit Herbst- und Wintergemüse (Feldsalat, Federkohl, Radieschen) ansäen oder bepflanzen.

Tipp Biodiversität

Da die meisten essbaren Nutzpflanzen auf Insekten als Bestäuber angewiesen sind, kann im Hochbeet oder Pflanzgefäss auch eine Wildblumenwiese angelegt werden. Eine bunte Wildblumenmischung gibt nicht nur der Natur etwas zurück indem sie Bienen oder Schmetterlingen eine wertvolle Nahrungsquelle bietet, sie ist zudem auch pflegeleicht. Als Substratschicht RICOTER Blumenwiesenerde verwenden und eine Samenmischung für Bumenwiesen aussäen. Alternativ können auch blütenreiche Stauden gepflanzt werden.

Biodiversität
Skabiose
Schmetterling